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Malteser Bonn

Die Fastenzeit: 40 Tage ohne

In der Corona-Zeit eine Auszeit

17.02.2021
Bildrechte: congerdesign/pixabay

Die Fastenzeit oder richtigerweise die österliche Bußzeit dauert 40 Tage - Die Zahl kennen die meisten Christen. Aber wie kommt man auf diese Größe, die auch schon im Alten Testament eine Rolle spielt? Das Volk Israel zog nach dem Auszug aus Ägypten 40 Jahre durch die Wüste, bevor es das gelobte Land erreicht. Im Neuen Testament berichten die Evangelien von der 40-tägigen Fastenzeit Jesu Christi, die er in der Wüste verbringt. Neben dem symbolischen Charakter sind die 40 Tage auch eine mathematische Größe, die sich errechnen lässt: Die eigentliche österliche Bußzeit beginnt unmittelbar nach Karneval mit dem Aschermittwoch und endet an Gründonnerstag. Die Sonntage gelten nicht als Fastentage und werden nicht mitgezählt. Es bleiben 38 Tage übrig. Karfreitag und -samstag zählen offiziell nicht zur österlichen Bußzeit, weil sie bereits zum "Triduum Sacrum", den österlichen drei Tagen gehören. Da an diesen Tagen aber auch gefastet wird und sie mitgezählt werden, kommt man insgesamt auf 40 Tage "Fastenzeit".                                   

 

Viele Gläubige verzichten in der Fastenzeit als äußeres Zeichen von Buße und Besinnung auf liebgewordene und angenehme Dinge– z. B. auf Süßigkeiten, Alkohol oder schränken den Konsum von Smartphone oder sozialen Medien ein. Laut Liturgie sollen sie nur eine volle Mahlzeit am Tag und je zwei kleinere Stärkungen zu sich nehmen. Schließlich gilt an allen Freitagen das Gebot der Abstinenz, also des Verzichts auf Fleisch, weil der Freitag an den Tod Jesu Christi erinnert. Aschermittwoch und Karfreitag sind Fasten- und Abstinenztage in einem.    Die Fastenzeit ist übrigens ebenso "beweglich" wie Ostern. Der Ostersonntag ist immer der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond und fällt auf einen Tag zwischen dem 21. März und dem 25. April. Nach dem Vorbild des Fastens Jesu in der Wüste legte die Kirche die Länge der Fastenzeit auf 40 Tage und Nächte fest, die Zahl, die wie eingangs erwähnt, eine Größe mit symbolischer Bedeutung ist und oftmals in der Bibel auftaucht.                                                                                   

 

In den Gottesdiensten, Andachten sowie im stillen Gebet erinnern sich die Christen in der Fastenzeit an das Leiden und Sterben Jesu und gedenken seiner. Die Gläubigen sollen verstehen lernen, dass ihr eigenes Leben Teil eines gemeinsamen Schicksals mit Jesus Christus ist. Er hat das Kreuz auf sich genommen und dadurch die Menschen erlöst.

 

In der Fastenzeit werden den Christen drei Dinge mit auf den Weg gegeben: zu beten, zu fasten und zu geben. Die Gläubigen sollen sich in der Fastenzeit besonders gegen Not und Ungerechtigkeit einsetzen. Durch die innere Einkehr beim Fasten und Beten und die reflexive Beschäftigung mit seinem eigenen Leben, soll der Blick für die Hilfsbedürftigkeit anderer geschärft werden.

 

Ganz konkret gibt es bei uns Maltesern eine Vielzahl von Projekten und Konzepten, die sich dem Dienst am Nächsten widmen und die Sie in Form von Spenden unterstützen können, sei es beim Mobilen Einkaufswagen, dem Telefonbesuchsdienst oder dem Herzenswunschprojekt. 

 

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns:                                                       

 

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