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Malteser Bonn

Großübung „Sturzflut 2017“ – Fast 600 Einsatzkräfte probten den Ernstfall

70 Malteser sorgen für Verpflegung und Sanitätsdienst

16.10.2017
Kochen macht Spaß: Zum Mittagessen gab es rund 750 Portionen frisch zubereitetes Putengeschnetzeltes mit Nudeln. Foto: Johannes Otto/Malteser
Kochen macht Spaß: Zum Mittagessen gab es rund 750 Portionen frisch zubereitetes Putengeschnetzeltes mit Nudeln. Foto: Johannes Otto/Malteser

Am Samstag hat die Großübung „Sturzflut 2017“ im Rhein-Sieg-Kreis die Einsatzkräfte in Atem gehalten. Rund 600 Helfer übten den Katastrophenfall, darunter auch 70 Malteser aus Bad Honnef, Bonn, Bornheim, Lohmar, Meckenheim, Rheinbach und Siegburg.

Im Rahmen der Übung wurden Deiche mit Sandsäcken verstärkt, Personenrettungen aus dem Hochwasser simuliert, Sandsäcke per Hubschrauber transportiert und Strömungsretter „befreiten“ den Mühlengraben von mitgeführten Gehölzen; eine Gasleitung wurde gesichert. Hintergrund war die Großübung „Sturzflut 2017“, an der insgesamt fast 600 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, DRK, DLRG und Malteser Hilfsdienst teilnahmen. Die Bundespolizei unterstützte die Maßnahmen mit Hubschraubern.

Immer häufiger kommt es zu großen überregionalen Hochwasserereignissen, wie dem Elbehochwasser 2013 aber auch regional begrenzte Starkregenereignisse, z.B. im Jahr 2016 in Niederbayern, Simbach und Wachtberg verdeutlichen die Naturgefahr des Wassers. Bei diesen Ereignissen hängt das Ausmaß des Schadens ganz erheblich davon ab, wie gut und zielführend die Vorsorge getroffen wurde. Hierzu gehören einerseits bauliche Maßnahmen, wie Deichrückhaltungen, andererseits aber auch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Einsatzkräfte. Arbeitsschritte und Techniken müssen bekannt und aufeinander abgestimmt sein, Schnittstellen müssen „geglättet“ werden. „Zusammen üben heißt, im Ernstfall gemeinsam Erfolg haben“, so Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg.

Beide Einsatzeinheiten der Malteser im Rhein-Sieg-Kreis waren zu diesem Zweck im Einsatz - insgesamt 70 ehrenamtlich Aktive. Bereits um 4 Uhr früh klingelte für viele Helfer der Wecker, dann ging es von den Unterkünften zum gemeinsamen Treffpunkt. Um 5:30 Uhr meldeten die Malteser Einsatzbereitschaft. Die letzten Malteser-Kräfte kehrten gegen 18 Uhr in ihre Unterkünfte zurück.

Die Malteser nahmen unterstützend an der Übung teil, kümmerten sich um die Verpflegung, Logistik und Sanitätsdienst. Die Meckenheimer und Lohmarer Malteser empfingen die Einsatzkräfte mit Frühstück. Dabei schenkten sie 30 Liter Kaffee aus und verteilten 550 Brötchen. Zum Mittagessen gaben sie rund 750 Portionen frisch zubereitetes Putengeschnetzeltes mit Nudeln und Jogurt zum Nachtisch. Den Sanitätsdienst an den verschiedenen Übungsstellen koordinierten die Bornheimer Malteser. Logistikaufgaben wie Fahrdienste, Stromversorgung, technische und betreuungsdienstliche Aufgaben liefen unter der Führung der Honnefer Malteser ab. Unterstützt wurden sie dabei von einem Melde-Kraftradfahrer aus Bonn.

„Wir sind sehr zufrieden mit der standortübergreifenden Zusammenarbeit unserer Einsatzeinheiten; alle Aufgaben wurden professionell und schnell abgearbeitet. Besonders positiv ist das gute Zusammenwirken aller Teileinheiten und ihrer Führungskräfte aufgefallen“, sagt Ulf Krüger, stellvertretender Leiter Einsatzdienste der Malteser im Rhein-Sieg-Kreis.

Die Malteser unterhalten zwei Einsatzeinheiten im Rhein-Sieg-Kreis. Jede Einsatzeinheit umfasst rund 30 Einsatzkräfte, einen Arzt und einen Zugführer, die alle ehrenamtlich tätig sind. Neben Sanitätern gehören der Einheit auch Betreuungshelfer an. Sie verfügen über Geräte und Material, um eine große Zahl von Menschen zu verpflegen und ihre vorübergehende Unterbringung sicherzustellen. Zu den Aufgaben des Betreuungsdienstes gehören auch die Mitwirkung bei der Registrierung von Betroffenen und die Versorgung der Einsatzkräfte.

 

 

 

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