Januar 2011,

Malteser aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis üben für kommende Großeinsätze

Die Leitung eines großen Sanitätseinsatzes mit mehreren Hundert Einsatzkräften, mehr als einem Dutzend Unfallhilfsstellen und Sanitätsposten und zahlreichen Rettungs- und Krankenwagen haben die Malteser aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis geübt.

Die Leiter Einsatzdienste der Malteser in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis, Robert Osten und Frank Meurer, hatten die softwaregestützte Übung gemeinsam mit Malteser-Zugführer Frank Ruppert (Bad Honnef) organisiert. Zug- und Gruppenführer der Einsatzeinheiten des Malteser Hilfsdienstes (MHD) übten dabei die Arbeit in einem Einsatzstab für Großveranstaltungen. Angenommen wurde der Sanitätsdienst bei einer Großveranstaltung in Bonn mit mehr als einer Million Besuchern.

„Achtung! In der Nähe des Posttowers brennt ein Bus!“ Die Mitglieder des Einsatzstabs merken auf. Die Arbeitsplätze sind U-förmig angeordnet. Kurz blicken alle zur Lagekarte des Regierungsviertels und der Rheinaue, die der Beamer an die Wand projiziert. Dann kehrt die Gruppe wieder zu ihrem geschäftigen Gemurmel zurück. Jeder weiß, was er nun zu tun hat. Für fünf Stunden verwandelte sich der Ausbildungsraum des Hennefer Malteser-Hauses in die quirlige Einsatzzentrale des Sanitätsdienstes bei einer fiktiven Großveranstaltung in der Bundesstadt Bonn. Das Leitungsteam hatte hier in Echtzeit die vielfältigen Aufgaben einer Einsatzleitung zu bewältigen. Rund 300 Sanitäter und Ärzte galt es zu koordinieren, zu verpflegen und unterzubringen sowie mit Material und Informationen zu versorgen. Hunderte von Meldungen und Aufträgen mussten gesichtet und bewertet werden, um dann Aufgaben an die zuständigen Stellen zu delegieren. Auch die Pressebetreuung war Teil der Simulation.

Die Aufgabe des Einsatzleiters übernahm Dennis Martin, stellvertretender Zugführer beim Malteser Hilfsdienst Bonn-Beuel. Ihm standen erfahrene Führungskräfte aus anderen Malteser-Ortsgliederungen zur Seite, die die Sachgebiete Personal, Lage, Einsatz, Logistik, Presse und Kommunikation leiteten. Dr. Laura Planko, Zugführerin bei den Bad Honnefer Maltesern, und Sebastian Unger (Bonn) hatten das Sachgebiet Logistik übernommen. Neben der Versorgung mit Material gehörte die Verpflegung der virtuellen wie auch der tatsächlich übenden Einsatzkräfte zu ihren wichtigsten Aufgaben. Ulf Krüger (Meckenheim) und Svenja Endendyk (Bonn) waren für die Koordination der Helfer zuständig. Für die Einsatztaktik der Sanitätskräfte waren der Bonner Malteser-Zugführer Toni Neuhalfen und sein Stellvertreter Max Weyler verantwortlich. Die Lage behielten Florian Papke (Bad Honnef) und David Nowak (Bonn) im Auge. Die Pressebetreuung des Stabs war Aufgabe von Konrad Koch (Bonn) und Dr. Andreas Archut (Bad Honnef). Für Information und Kommunikation waren Boris Hiltawski (Sankt Augustin) und Stefan Vargas (Bonn) verantwortlich. Notarzt André Schmitz (Bad Honnef) nahm die Position des Leitenden Notarztes ein.

Zufrieden mit der Leistung seiner Mitstreiter war Übungsleiter Robert Osten: „Wir wollten unseren Führungskräften Gelegenheit geben, die Zusammenarbeit in einem Einsatzstab möglichst realistisch und praxisnah zu üben.“ Worauf es dabei ankommt, weiß Osten aus eigener Anschauung. So half er bei der Leitung des Sanitätseinsatzes für die Loveparade in Duisburg mit.

Die Simulation sollte auch helfen, mögliche Schwachpunkte in Kommunikation und Technik zu erkennen und abzustellen. Die Übung dient vor allem auch der Vorbereitung auf kommende Großveranstaltungen in der Region. Die Malteser haben viel Erfahrung mit der Durchführung von Großeinsätzen, darunter Events wie der Weltjugendtag, Katholikentage und natürlich die Rosenmontagsumzüge in den rheinischen Karnevalshochburgen.

Text: Dr. Andreas Archut

Unser Foto (v.l.n.r.): Frank Meurer, Boris Hiltawski, Dennis Martin und Robert Osten. Foto: Archut/MHD
Unser Foto (v.l.n.r.): Frank Meurer, Boris Hiltawski, Dennis Martin und Robert Osten. Foto: Archut/MHD
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