Juni 2011,

Bonner Malteser im Unwettereinsatz

SEG Versorgung verpflegt Einsatzkräfte

Ein heftiges Unwetter mit Blitz, Donner, zum Teil Hagel und Starkregen ist am Sonntagnachmittag über Bonn gezogen und hat Keller und Straßen unter Wasser gesetzt. Die Feuerwehr musste mit insgesamt über 200 Einsatzkräften zu mehr als 500 Einsatzstellen im Stadtgebiet ausrücken.

Bei starkem Regen mit Mengen von 25 bis 40 Litern herrschte an vielen Stellen Land unter. In den Leitstellen von Feuerwehr und Polizei standen die Telefone nicht still. Im Minutentakt meldeten die Menschen voll gelaufene Keller und Unterführungen, umgestürzte Bäume und über die Ufer getretene Bäche.

In mehreren Häusern fiel der Strom nach einen Blitzschlag aus; die Sicherungen verhinderten Schlimmeres.

Die Schnelle Einsatz Gruppe (SEG) der Johanniter und der Malteser verpflegten bis Mitternacht die Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr und Technischem Hilfswerk mit Getränken, Suppe und Pommes Frites. Hierzu errichteten die Johanniter einen Verpflegungspunkt auf der Feuerwache 2 in Beuel, während die Malteser das Gerätehaus der Löscheinheit Mehlem zur Verpflegungsausgabe umfunktionierten. Nach den obligatorischen Aufräumarbeiten konnten die Helfer gegen 01:00 Uhr aus dem Einsatz entlassen werden.

Hinweis: Bonns Feuerwehr-Chef appellierte an Betroffene, künftig die Unwetter-Nummer (0228) 717-5 zu wählen. Der Notruf sei völlig überlastet gewesen. "Wer einen Baum auf einer Nebenstraße melden will oder fünf Zentimeter Wasser im Keller hat, kann warten und sollte nicht die 112 blockieren", sagte Stein. Lebensrettende Anrufe wie beispielsweise zur Meldung eines Herzinfarktes können sonst nicht entgegengenommen werden.

Siehe auch www.ga-bonn.de
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